
News zum Unternehmen
Element wird neuer Risikoträger von mailo
Erst Mitte Juli sammelte Element neues Kapital in Höhe von 21,4 Mio. Euro ein. Jetzt wurde bekannt, dass der Berliner White-Label-Versicherer ab sofort die Bestände des Kölner Start-ups mailo übernimmt. Ab dem 15. August wird Element darüber hinaus auch als Risikoträger für das Neugeschäft von mailo agieren. mailo wiederum gibt seine eigene Versicherungslizenz zurück. Durch die Rückgabe der Lizenz sowie die strategische Partnerschaft mit Element erhofft sich mailo-Gründer Matthias Uebing, dass sich das Start-up nun verstärkt auf den Vertrieb und die Weiterentwicklung der eigenen Produkte konzentrieren kann.
mailo sammelt frisches Geld ein
Der digitale Gewerbeversicherer mailo hat in einer neuen Finanzierungsrunde 10 Mio. US-Dollar eingesammelt. Angeführt wurde das Investment vom Münchener Wagniskapitalgeber Wenvest Capital. Die Gesamtfinanzierung von mailo beläuft sich nunmehr auf knapp 30 Mio. Euro. Neben der Deutsche Rück und der Munich Re investierten zuletzt auch Hevella Capital und die israelische Investmentfirma Fintlv Ventures in das InsurTech. Mit dem frischen Geld möchte mailo den Ausbau der vorhandenen IT-Infrastruktur und die Expansionsstrategie weiter vorantreiben. Im Laufe des nächsten Jahres sollen auch 15 neue Produkte in den Gewerbeversicherungsmarkt eingeführt werden. Bisher bietet mailo eigene, auf Selbstständige und Kleinunternehmen zugeschnittene, Betriebshaftpflicht-, Vermögensschadenhaftpflicht-, Sachinhalt- und Cyberpolicen an.
mailo kooperiert mit DR-Walter
Der digitale Gewerbeversicherer mailo hat eine Kooperation mit dem Vermittler DR-Walter geschlossen. DR-Walter betreut Reisende, darunter Urlauber, Studenten, Au-pairs, Mitarbeiter im Ausland und Auswanderer, beim Thema Versicherung. Künftig bietet der Vermittler auch eine internationale Haftpflichtversicherung an, bei der mailo als Produkt- und Digitalisierungspartner fungiert. Mit der Police können Kunden, die vorübergehend im Ausland leben, Haftpflichtrisiken des privaten Lebens absichern. Die Versicherung ist digital und innerhalb weniger Minuten über die Webseite von DR-Walter abschließbar.
Wie lief eigentlich das Geschäftsjahr für … die mailo Versicherung AG?

mailo startete im März 2019 mit dem Angebot von Versicherungsschutz für Kleinunternehmen. Im Laufe des ersten Geschäftsjahres konnten immerhin knapp 1.000 Verträge abgeschlossen und damit 0,463 Mio. € an Prämien vereinnahmt werden. Im Vergleich zu andsafe, die ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgen, hatte mailo also die Nase, wenn auch knapp, vorn. Mittlerweile liegen auch erste Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 vor. Mit 0,456 Mio. € verhielten sich die erzielten Beiträge im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht rückläufig. Lag der Grund für die noch geringen Beitragseinnahmen in 2019 noch am unterjährigen Geschäftsjahr (Markstart im März 2019) und den Änderungen in der vertrieblichen Ausrichtung ab Mitte 2019, dürften sich diese in 2020 insbesondere auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückführen lassen. Die Pandemie spiegelte sich aber nicht nur im Prämienvolumen wider, sondern prägte indes auch die Aufwendungen für Versicherungsfälle, die mit 5,29 Mio. € nochmal deutlich höher ausfielen (2019: 0,21 Mio. €). Zum Kundenkreis von mailo gehören bspw. Einzelhändler und Gastronomen, die mit einer Vielzahl von Betriebsunterbrechungsschäden zu kämpfen hatten.
Im ersten Geschäftsjahr waren die Betriebsaufwendungen in Höhe von 3,74 Mio. € durch den Auf- und Ausbau des Geschäftsbetriebs, insbesondere der Vertriebsaktivitäten, gekennzeichnet. Diese konnten in 2020 um rund 16 % auf 3,14 Mio. € reduziert werden, sind aber weithin durch den Ausbau des Versicherungsvertriebs geprägt. mailo setzt neben dem Direktvertrieb insbesondere auf den Absatz über Makler. Hierzu hat mailo z.B. ein eigenes Maklerportal entwickelt, mit dem sich freie Makler an den Versicherer anbinden können.
Infolge des stagnierenden Prämienwachstums und der hohen Schadenaufwendungen zeigte sich im Geschäftsjahr 2020 erneut ein negatives versicherungstechnisches Ergebnis. Mit -3,01 Mio. € verbesserte sich dieses jedoch um rund 20 % gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr (2019: -3,76 Mio. €). Für 2021 strebt mailo die Entwicklung weiterer Produkte, den Ausbau des Vertriebs und der Services sowie die Verbesserung interner Prozesse an.
Die ausführliche Analyse der Geschäftszahlen der mailo Versicherung AG finden Sie im InsurTech-Report der V.E.R.S. Leipzig GmbH. Neben mailo wurden die Jahresabschlüsse von andsafe, Coya, Element, nexible, Neodigital und wefox (ehemals ONE) auf rund 100 Seiten analysiert. Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Bestellung finden Sie hier.
#nachgefragt: Maik im Interview mit mailo

Mit einem doppelten Espresso startet Stephan Best, Leiter Maklervertrieb der mailo Versicherung AG, in seinen Büroalltag. Ein intensives Jahr liegt hinter dem digitalen Gewerbeversicherer, der im Frühjahr 2019 – mit der BaFin-Lizenz in der Tasche – an den Markt gegangen ist. Neben klassischen Zielgruppen im Gewerbesegment fokussiert mailo mit Influencern, YouTubern, Bloggern und Co. auch ganz neue, wachsende Zielgruppen. Wie der Digitalversicherer darüber hinaus sowohl Versicherungsmakler als auch Endkunden in der Corona-Krise unterstützt und was es mit „mailo goes green!“ auf sich hat, beantwortet Stephan Best in unserem Interview. Aber lesen Sie gerne selbst…
Was machst du morgens als Erstes, wenn du ins Büro kommst?
Bei einem doppelten Espresso werte ich die aktuellen Anfragen von Maklern und die insbesondere digitalen und sozialen Medien auf Trends in der Versicherungswirtschaft aus.
Ein Jahr ist nun bereits vergangen, seitdem ihr im Frühjahr 2019 die BaFin-Lizenz erhalten habt und mit mailo an den Start gegangen seid. Wie zufrieden seid ihr selbst mit dem ersten Geschäftsjahr als digitaler Gewerbeversicherer? Was waren eure Highlights und gab es andersrum auch besondere Tiefpunkte?
Wir haben ein sehr intensives Jahr hinter uns, auf das wir sehr zufrieden zurückblicken. In einem Team von mehr als 30 high professionals haben wir von Grund auf ohne externe Unterstützung einen volldigitalen Versicherer aufgebaut, was sich gerade in Zeiten globaler Pandemien als enormer Wettbewerbsvorteil zeigt.
Ein besonderes Highlight war die hohe Zufriedenheit unserer Partner, die wir im vergangenen Jahr erreicht haben und auf die wir sehr stolz sind.
Herausforderungsvoll ist das Branding und die Einführung eines neuen Versicherungsunternehmens im Gewerbesegment in den Teilen der Maklerschaft, die ihre liebgewonnenen Gewohnheiten im Bestandsmanagement nicht an die neuen Möglichkeiten und Erfordernisse anpassen möchten, die digitale Versicherer bieten. Aber auch hier kommen wir jeden Tag einen Schritt voran.
Eure Zielgruppe habt ihr klar definiert: Freelancer, Unternehmer und Selbstständige. So bietet ihr auch der jungen Generation mit Büro im Internet, z. B. Influencern und YouTubern, die passende Absicherung an. Durch welche Risiken zeichnen sich diese Berufsgruppen aus und gibt es besondere Kundenbedürfnisse zu berücksichtigen?
Neben „klassischen“ breitgefächerten Zielgruppen wie Bäckern, Rechtsanwälten und Einzelhändlern haben wir auch die „neuen“ Berufe voll im Fokus. Das gilt neben Influencern und YouTubern auch für stark wachsende Berufsgruppen wie Blogger und Coworker und ganz besonders Onlinehändler.
Wichtige und von den „jungen Wilden“ oft unterschätzte Risiken sind Vermögensschäden durch z.B. versehentliche Verletzungen von Datenschutz- oder Urheberrechten sowie die umfassende Absicherung ihres Equipments – rund um die Uhr, egal ob im Büro, Café oder Homeoffice.
Als Gewerbeversicherer habt ihr auch eine Cyber-Police im Angebot. Wie hat sich die Nachfrage im Bereich Cyberschutz insgesamt entwickelt? Handelt es sich bei Cyber noch immer um ein „Nischenthema“?
Die Identifikation und das professionelle Handling von Cyberrisiken ist mittlerweile „in der Mitte der Gesellschaft“ angekommen und stellt für gewerbliche Endkunden wie auch ihre Makler ein zentrales Handlungsfeld dar. Hierbei spielen eine umfassende Prävention und im Schadenfall eine sehr schnelle und hochprofessionelle Reaktion eine entscheidende Rolle, um Unternehmen vor massiven Schwierigkeiten zu schützen. Dies führt zu einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach maßgeschneiderten Cyber-Lösungen.
Auch ihr als digitaler Versicherer bekommt sicherlich die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren. Wie geht ihr mit der aktuellen Situation um und welche Maßnahmen habt ihr konkret für das operative Geschäft und eure Mitarbeiter getroffen?
Offen gesagt trifft uns die Corona-Pandemie auf der operativen Seite überhaupt nicht: Unsere Prozesse sind komplett „durchdigitalisiert“, daher ist es egal, ob unser Team im Büro, im Homeoffice oder an einem anderen Ort der Welt sitzt.
In der Versicherungstechnik haben wir, wie alle Versicherer, die Schutz gegen Betriebsschließungen anbieten, einige Aufgaben, die wir beherzt und in enger Abstimmung mit unseren Maklerpartnern angehen.
Wir haben uns gefragt: Wie können wir unseren gewerblichen Interessenten und Endkunden sowie den Versicherungsmaklern in Deutschland helfen, damit sie auch von uns Hilfe in der aktuellen Situation erhalten? Unsere Aktion „mailo hilft“ ist die Antwort: Für vermittelte Verträge, die uns bis Ende Mai 2020 erreichen, reduzieren wir als Unterstützung für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer unsere Tarife um 25 % bis zur nächsten Hauptfälligkeit. Versicherungsmakler profitieren somit von noch wettbewerbsfähigeren mailo-Produkten – und erhalten zugleich 50 % mehr Courtage für den gleichen Zeitraum. Zusätzlich haben wir unsere Vertriebsunterstützung für Makler nochmals erweitert.
Mit der Kampagne „mailo goes green!“ unterstützt ihr seit geraumer Zeit Klimaprojekte. Kannst du uns einen Einblick geben, wie die Unterstützung konkret aussieht und welche Projekte das sind?
Gerne: „mailo goes green“ ist Ausdruck unserer gesellschaftlichen Verantwortung für ein nachhaltiges Wirtschaften für unsere Kinder und unsere Geschäftspartner im In- und Ausland und umfasst eine Reihe von stetig erweiterten Maßnahmen:
- Unsere Kapitalanlage erfolgt seit geraumer Zeit ausschließlich in umweltfreundlichen green bonds,
- wir spenden an eine gemeinnützige Organisation, die für jeden Vertragsabschluss einen Baum pflanzt,
- keine Nutzung von Flugzeugen für das gesamte mailo-Team innerhalb Deutschlands,
- durch unser vollständig digitales Geschäftsmodell haben wir nur einen sehr geringen Verbrauch natürlicher Ressourcen, wie z. B. Papier.
Und zum Schluss: Wo steht mailo in 5 Jahren?
Wenn wir es in fünf Jahren geschafft haben, dass jede(r) Gewerbemaklerin und -makler in Deutschland bei der Auswahl des Versicherers mailo zur Platzierung von Unternehmensrisiken ganz selbstverständlich anfragt und bei uns abschließt, haben wir ein sehr wichtiges Ziel erreicht.
Nachdem wir mittlerweile bereits im österreichischen Markt operieren, wollen wir in 2025 auch in einer Reihe weiterer europäischer Länder eine aktive Rolle in der Gewerbeversicherung spielen.
mailo erweitert Produktangebot
Wenn Rechtsanwälte Fehler machen, die bei ihren Mandanten Schäden verursachen, haften sie dafür unbegrenzt. Deshalb ist für die Zulassung als Anwalt in Deutschland eine Berufshaftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Der digitale Versicherer mailo hat sein Portfolio erweitert und bietet ab sofort eine solche Police für Syndikus- und Rechtsanwälte über seine Plattform an. Die zunächst vorläufige Deckungszusage schickt der Gewerbeversicherer mailo direkt an die zuständige Rechtsanwaltskammer. Sobald die Zulassung genehmigt ist, wandelt sich diese vorläufige Deckungszusage in eine vollständige Absicherung um.
mailo und Thinksurance kooperieren
Der digitale Gewerbeversicherer mailo und das Start-up Thinksurance haben sich auf eine Zusammenarbeit verständigt. Ab sofort können Versicherungen von mailo auch über die Thinksurance-Plattform abgeschlossen werden. Das Start-up Thinksurance hat sich darauf spezialisiert, sowohl Versicherer als auch Vermittler bei der Digitalisierung der Vertriebsprozesse zu unterstützen. Das Angebot umfasst die Risiko- und Bedarfsanalyse, die Angebotserstellung sowie einen -vergleich, aber auch die Dokumentation und den Abschluss. Gegründet wurde Thinksurance im Jahr 2015 unter der Marke "Gewerbeversicherung24", im Juli 2019 erfolgte eine Neuausrichtung inklusive Umbenennung.
mailo entwirft Police für Coworker
Der Gewerbeversicherer mailo und der Dienstleister Orangery haben gemeinsam ein Versicherungsprodukt für Coworker entwickelt. Laut Unternehmensangaben soll damit die Versicherungslücke für eine stark wachsende Berufsgruppe geschlossen werden. Konkret handelt es sich hierbei um eine Haftpflicht- und Inhaltsversicherung, welche die Haftungsfragen bei Schäden innerhalb von Büroräumen klärt. Neben der Coworker-Police möchte mailo bald noch weitere maßgeschneiderte Produkte auf den Markt bringen.
Mailo startet Vermögensschadenhaftpflicht
Der digitale Gewerbeversicherer Mailo erweitert sein Angebot um eine projektbasierte Vermögensschadenhaftpflicht für freiberufliche Unternehmensberater. Das Produkt ist online abschließbar und gewährleistet einen sofortigen Versicherungsschutz. Zudem bietet die Police eine uneingeschränkte Nachhaftung. Erst im März 2019 hatte das Start-up seine Versicherungslizenz erhalten. Ziel von Mailo ist es, Freelancern, Selbstständigen und Kleinunternehmern Versicherungslösungen u.a. in den Bereichen Betriebs-/Berufshaftpflicht, Vermögensschadenhaftpflicht und Cyberschutz anzubieten.
Mailo erhält Zulassung von der BaFin
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat mailo im März 2019 die Zulassung als Versicherungsunternehmen erteilt. Das InsurTech sieht sich dabei selbst als moderner Risikoträger, der mit passgenauen Lösungen leistungsstarke Versicherungen für Gewerbekunden anbietet. Hinter mailo steht ein Netzwerk aus Partnern und Kapitalgebern, dazu gehören unter anderem Munich Re und Deutsche Rück sowie private Investoren. Mailo ist ab sofort als Kurzprofil bei uns im Start-up-Radar verfügbar…
Name | mailo |
Betreiber/Rechtsform | mailo Versicherung AG |
Vorstand/Geschäftsführung | Dr. Matthias Uebing, Michael Morgenstern (beide Vorstand) |
Qualifikation Vorstand/Geschäftsführung | Uebing: Diplom-Ingenieur Maschinenbau (RWTH Aachen), PhD Engineering (University of Bath), Consultant (EY), Projektleiter (CONTEXT Management Consulting), Partner (zeb) / Morgenstern: Studium Business Administration and Management (RWTH Aachen), Audit Senior (PWC), Chief Financial Officer und Financial Controller (Gen Re), Finanzvorstand (Deutsche Familienversicherung) |
Launch/Gründungsjahr | Launch: 03/2019 / Gründung: 12/2017 (lt. Handelsregister) |
Gründer | Armin Molla, Sten Nahrgang, Dr. Matthias Uebing |
Qualifikation Gründer | ... |
Jahresumsatz | ... |
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